Bürgerversammlung Puchheim-Ort

Die gestrige Bürgerversammlung der Stadt Puchheim in Puchheim-Ort war dieses Jahr gut besucht. Da der Saal in den letzten Jahren immer voll war zeigt dies wohl, dass die drängensten Probleme in Puchheim-Ort gelöst sind.

 

Den musikalischen Auftakt der Bürgerversammlung gestaltete die Familie Kammleitner mit Ihrer Familienmusik. Herr Kammleitner durfte auch schon beim Papst in Rom spielen. Nach der Begrüßung durch den ersten Bürgermeister Herrn Dr. Kränzlein wurde zunächst der frühere Kommandant der Feuerwehr Puchheim-Ort Herr Uwe Krause für 25 Jahre Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes wies Dr. Kränzlein noch darauf hin, dass er nun seit 1988 diese Bürgerversammlungen abhalte und diese Versammlung seine letzte sei. Bei seinem ersten Thema der Energiewende zeigte er auf, dass die Freiflächenanlage in Puchheim rund 1,1 MW Strom erzeugen kann. Diese Anlage wird in Puchheim von vielen Dachflächenanlagen ergänzt. Er stelle nochmals kurz dar, dass diese Anlagen über die sogenannte EEG-Umlage von allen Strombeziehern finanziert würden. Für den Landkreis Fürstenfeldbruck stellte er dar, dass für die Energiewende unbedingt Energienutzungs- und -bedarfspläne notwendig seinen. Abschließend wies er nochmals darauf hin, dass die KommEnergie GmbH ab 2012 nur noch Strom aus 100% Wasserkraft liefern wird und dies ohne Mehrkosten für die Verbraucher.

In seinem Bericht über das Baugebiet Saiblingstraße ging Dr. Kränzlein auch auf die Wachstumsprognosen für Puchheim ein. Er legte dar, dass große Entwicklungen von Baugebieten in Zukunft wohl nicht mehr stattfinden werden. Jedoch sollen vorhandene Gebiete weiterentwickelt werden.

Im Rahmen des Berichtes über die B2-Umfahrung stellte der erste Bürgermeister in Aussicht, dass die Stadt Puchheim noch den Grünstreifen entlang der B2-Umfahrung vom Straßenbauamt erwerben werde. Den Baufortschritt beim Rückbau der Augsburger Straße konnte jeder der es wollte direkt vor oder nach der Versammlung selbst in Augenschein nehmen. Zudem hingen auf der Bürgerversammlung die Pläne aus.

Für Puchheim-Ort stellte Dr. Kränzlein die nächsten Baulandausweisungen vor. Er wies jedoch darauf hin, dass der dörfliche Charakter erhalten werden solle und dass die Vorbereitung solcher Projekte einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf benötigt. Zunächst müssen städtebauliche Verträge geschlossen werden, die Bauleitplanung eingeleitet und Bürgerversammlungen durchgeführt werden.

Danach folgte ein kurzer Schwenk nach Puchheim-Bahnhof. Anhand des Gebietes Wohnpark Roggenstein stellte der erste Bürgermeister dar, dass solche Gebiete einen erheblichen Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen nach sich ziehen. Diese Gebiete tragen aber auch zu einer Verjüngung der Puchheimer Bevölkerung bei. Hinsichtlich der Stadtmitteplannungen stellt Dr. Kränzlein den aktuellen Stand kurz dar. Das JUZ soll in die alte Post, nach einer entsprechenden Sanierung und einem Umbau, umziehen. Die Alte Schule soll saniert werden und der Bürgertreff abgerissen werden und für die dort untergebrachten Nutzungen ein neue Gebäude erstellt werden. Das Rathaus wird weiter genutzt und durch einen Anbau auf der Fläche von heutiger Bibliothek und altem Hausmeisterhaus erweitert werden. Einen Zeitplan wollte Dr. Kränzlein hierfür nicht nennen, da die Maßnahmen in einem vernünftigen finanziellen Rahmen stattfinden sollen. Der Grüne Markt soll nach einem städtebaulichen Wettbewerb neu gestaltet werden. Siehe hierzu auch die Bolgeinträge "Die Stadtzentrumsplanung muss weitergehen!" und "Klausurtagung der CSU-Puchheim zum Stadtzentrum - Eckpunkte einstimmig festgelegt.".

Nach weiteren Themen wie Stand der Entwicklung bei der S4, Stadterhebung, Bevölkerungsentwicklung (erstmals seit dem jahr 2000 gibt es 2011 wieder einen Geburtenüberschuss) und einem Bericht über die soliden Finanzen der Stadt Puchheim ging Dr. Kränzlein zum Abschluss nochmals darauf ein, dass es ab September 2012 einen neuen Bürgermeister geben wird. Er wies darauf hin, dass man sich aufgrund der vielfältigen und schwierigen Anforderungen, welche an einen Bürgermeister gestellt werden sehr genau überlegen solle, wem man seine Stimme gebe. Dass mann dann aber auch mit dem gewählten Kandidaten etwas Nachsicht üben solle, da man in diesem Knochenjob auch einige Zeit brauche um zu lernen. Dr. Kränzlein stellte dar, dass die Kandidaten neben juristischem und wirtschaftlichen Sachverstand auch Lernfähigkeit und Führungsstärke mitbringen müsse. Er wies zudem darauf hin, dass dieser Beruf extrem zeitaufwändig ist. Die Darstellung diese Anforderungsprofils schloss er mit der Hoffnung, dass es auch nach der Wahl gut für die Stadt Puchheim weitergehen soll. Die bisher nominierten und allesamt anwesenden Kandidaten (Dr. Manfred Sengl, Norbert Seidl und ich) liesen sich trotz dieser Beschreibung nicht von der Kandidatur abbringen.

In der nach einer kurzen Pause folgenden Fragerunde gab es lediglich eine Frage zu auf öffentlichem Grund abgestellten Anhängern und die Bitte, dass man doch die Alte Bahnhofstraße wieder für Anlieger öffnen möge. Dieser Wunsch wurde allerdings von den Anwesenden Bürgern nicht geteilt.

Merkur-Online berichtet hier über die Bürgerversammlung:
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-fuerstenfeldbruck/exklusive-tipps-buergermeister-persoenlich-1466572.html

Die Stadt Puchheim berichtet hier über die Bürgerversammlung:
http://www.puchheim.de/index.php?id=6607,1


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