Meine Meinung zu ... Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Ich suche den Dialog! In der Kategorie FAQ dieses Blogs veröffentliche ich deshalb meine Antworten auf Fragen, die mich per Mail oder auf anderen Wegen erreicht haben.

Für eine der nächsten Ausgaben der Süddeutschen Zeitung wurden alle vier Bürgermeisterkandidaten um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen gebeten.

Frage:

Warum wollen Sie Bürgermeister von Puchheim werden?

Meine Meinung:

Weil ich davon überzeugt bin, dass ich mit meinem Wissen und meiner Persönlichkeit die Stadt Puchheim in eine weiterhin gute Zukunft führen kann. Ich möchte meine Arbeit für Puchheim gerne an verantwortlicher Stelle fortsetzen und meine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bürgern, Gewerbe und Kommunen gerne über die Kämmerei hinaus nutzen. Ich habe eine große Begeisterung für dieses Amt.

Näheres zu meiner Person finden Sie hier.

Frage:

Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger?

Meine Meinung:

Ich möchte politisches Handeln transparenter, also für die Menschen verständlicher machen. Ich werde daher wieder eine Bürgersprechstunde beim Ersten Bürgermeister einführen und auch die neuen Medien für die Kommunikation nutzen. Weil mir das bürgerschaftliche Engagement sehr wichtig ist werde ich mich auch für die Ehrenamtskarte einsetzen.

Weitere Informationen zu meinen Zielen finden Sie hier.

Frage:

Worin unterscheiden Sie sich von Ihren drei Mitbewerbern?

Meine Meinung:

Meine Verbindung von Privatwirtschaft, Verwaltung und politischem Gespür unterscheidet mich von den anderen Kandidaten. Ich neun Jahren Politikberatung konnte ich bereits zahlreiche Ideen gemeinsam mit Bürgermeister und Rat auf den Weg bringen, die für die Kommunen einen tatsächlichen Mehrwert haben. Ich bin der jüngste der vier Kandidaten, vereine aber bereits 15 Jahre Führungspraxis in der Verwaltung mit wirtschaftlichem Wissen und ehrenamtlicher Erfahrung.

Frage:

Stichwort Integration: Was wollen Sie dafür tun?

Meine Meinung:

Mir ist es wichtig auch das Land Bayern in die Verantwortung zu nehmen. Deshalb habe ich mich kürzlich mit Sozialstaatssekretär Markus Sackmann getroffen und mit ihm unter anderem das ZAP besucht (siehe auch die Blogbeiträge Eine Ehrenamtskarte für Puchheim und Sozialstaatssekretär Sackmann in Puchheim). Ich will alle Möglichkeiten zur Integration nutzen und zum Beispiel auch die Sportvereine in die Integrationsarbeit einbinden. Die engagierten Puchheimer Vereine (z.B. VHS, Nachbarschaftshilfe und weitere) werde ich weiterhin unterstützen. Darüber hinaus muss das bestehende gute Angebot weiter bekannt gemacht und ausgebaut werden.

Frage:

Soll das Zap ausgebaut werden? Soll die Kommune das Zap ggf. auch alleine betreiben, wenn die Förderung durch den Bund entfällt?

Meine Meinung:

Wenn es für die weitere Integrationsarbeit notwendig ist soll auch das ZAP ausgebaut werden. Wichtig ist mir aber auch, dass soziale und integrative Angebote auf einer breiten Basis stehen. Deshalb halte ich auch eine Anbietervielfalt für notwendig. Wir müssen schon jetzt darauf achten, dass die Existenz des ZAP nicht ausschließlich von der Förderung der Mehrgenerationenhäuser abhängig ist und weitere Möglichkeiten der Förderung prüfen und gegebenenfalls die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Ein Betrieb alleine durch die Stadt Puchheim würde eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten.

Frage:

Stichwort Ortszentrum: In der Grundlinie besteht Konsens, Unterschiede liegen im Detail. Was ist für Sie wichtig?

Meine Meinung:

Wichtig ist zunächst, dass die Stadtzentrumsplanung und die Realisierung nun energisch vorangetrieben und damit die Bürgerbeteiligung ernst genommen wird. Zudem möchte ich die Entwicklung des Stadtzentrums möglichst ohne teure und aufwändige Zwischenlösungen umsetzen. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Stadtzentrumsentwicklung noch nicht mit der heute diskutierten Stadtmitte (um den Grünen Markt im weiteren Sinne) abgeschlossen ist. Wir brauchen eine Vorstellung des Stadtzentrums über diese Maßnahme hinaus und müssen zukünftig auch die Lochhauser Straße, Allinger Straße und den Alois-Harbeck-Platz in die Überlegungen mit einbeziehen damit wir Aufenthaltsqualität schaffen und Einkaufsmöglichkeiten halten und gewinnen können.

Weitere Informationen zur Stadtentwicklung finden Sie in den Bolgbeiträgen Mit dem Stadtzentrum ist die Stadtentwicklung noch nicht abgeschlossen und Meine Meinung zu ... Stadtplanung und Stadtentwicklung.

Frage:

Stichwort Kultur: Sind Sie dafür, dass Herr Kaller Kulturamtsleiter bleibt oder sind Sie für einen neuen Mann/eine neue Frau?

Meine Meinung:

Der Stadtrat hat beschlossen, das Auswahlverfahren fortzusetzen. Herr Kaller ist einer der Bewerber und nimmt am Auswahlverfahren teil. Die Auswahl wird der Stadtrat als zuständiges Gremium treffen - zu diesem laufenden Verfahren äußere ich mich im Interesse aller Beteiligten nicht. Sicher ist, dass ein neuer Bürgermeister in der Lage sein muss die Mitarbeiter, welche der Stadtrat in der Vergangenheit ausgewählt hat zum
Wohl der Stadt einzusetzen und zu führen. Ich schätze die Arbeit, die Herr Kaller in den vergangenen Jahren geleistet hat, bin aber auch bereit mit einer neuen qualifizierten Leitung zusammenzuarbeiten.  Unabhängig von der Leitung des PUC stehe ich für eine weiterhin starke Kulturarbeit im PUC aber auch für eine Ausweitung des Engagements des Kulturamts auf ganz Puchheim.

Weiteres finden Sie im Blogbeitrag Meine Meinung zu ... Kultur und PUC.

Frage:

Stichwort Energiewende: Was soll Puchheim dazu tun? Was halten Sie von einem Windrad auf dem Parsberg?

Meine Meinung:

Ziel ist es, dass die Stadt Puchheim mit dem kommunalen Energieversorger KommEnergie eine Erzeugungsgesellschaft gründet und mit dieser Gesellschaft in Projekte zur Stärkung und Nutzung erneuerbarer Energien investiert. Dabei sind verschiedenste Finanzierungsformen (auch mit Bürgergeteiligung) und sowohl regionale als auch überregionale Projekte realisierbar. Für die Energiewende setze ich auf einen Mix aus
vielen Energieformen. Eine Energieform ist die Windenergie, die wir neben Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse beobachten müssen. Bedingung für ein Windrad am Parsberg ist, dass die Anwohner vor Gefahren (u.a. Schlagschatten) geschützt sind, die Anlage den Vorgaben des  Natur- und Landschaftsschutzes entspricht und wirtschaftlich betrieben werden kann. Zusätzlich müssen wir die Puchheimerinnen und Puchheimer weiter zu energiebewußtem Handeln motivieren und Anreize für Energieeinsparungen setzen.


Kommentare   

 
0 #1 Markus Hammer 2013-11-02 15:31
Es gibt kaum sinnlosere Projektunterfan gen als die Nutzung von Windenergie in den windärmsten Gegenden überhaupt. Laut bayerischem Windatlas ist bei uns in Puchheim in Höhen von 80m mit mittleren Windgeschwindig keiten von bestenfalls 5m/s zu rechnen. Zum Vergleich : In Norddeutschland liegt sie bei mehr als dem Doppelten. Aus physikalischen Gründen bedeutet das, dass der Energieertrag nur 10% dessen betragen wird, was dieses Windrad anderswo erzielen könnte. Ein solches Windrad wird zu mehr als 98% der Zeit in einem absolut unrentablen Arbeitspunkt betrieben. Selbst wenn man ökologische, landschaftliche und auch soziale Aspekte völlig ausblendet, gebietet es die Makroökonomie derartigen Anlagen mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass das absehbare Umdenken hinsichtlich lokal ausgerichteter Umlageprofite, bereits eingesetzt hat.
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