Eine Ehrenamtskarte für Puchheim

Sozialstaatssekretär Sackmann in PuchheimMarkus Sackmann, Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, folgte am Dienstag der Einladung Reinhold Bocklets und des CSU Ortsverbands nach Puchheim. Sackmann ist als Staatssekretär der ständige Vertreter der Staatsministerin Haderthauer; das Ministerium ist zuständig für alle sozialpolitischen Angelegenheiten, unter anderem für Fragen der Sozial- und Jugendhilfe und der Unterbringung und Integration von Asylsuchenden und Aussiedlern.

Sackmann traf sich zunächst mit Landtagsvizepräsident Bocklet, Landrat Karmasin, dem Orts- und Fraktionsvorsitzenden Hofschuster und mir um über aktuelle sozialpolitische Puchheimer Themen zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen neben der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements die Integrationsaufgaben, die Puchheim mit dem Zuzug vieler Migranten in die Siedlung an der Kennedystraße zu bewältigen hat. Wir tauschten uns insbesondere über verschiedene Integarationsmaßnahmen und die Möglichkeiten ideeller und finanzieller Förderungen aus.

Harald Heitmeir mit Markus Sackmann im Gespräch

Im Anschluss daran wurde Sackmann im Rathaus durch den Ersten Bürgermeister Dr. Kränzlein empfangen. Nach dem Eintrag in das Gästebuch der Stadt informierte Kränzlein über Erfolge und Probleme mit der von der Verwaltung unternommenen Integrationsarbeit vornehmlich im ZAP (Mehrgenerationenhaus - Zentrum Aller Puchheimer) und im Fröbelkindergarten. Das ZAP war auch der wesentliche Grund für den Besuch des Sozialstaatssekretärs mehr als eine Stunde ließ sich Sackmann vor Ort im ZAP über die Arbeit dieser sozialen Einrichtung informieren und diskutierte mit den Anwesenden Ehrenamtlichen.

Gespräch mit Markus Sackmann in der Stadt Puchheim

Die Vorstellung des ZAP übernahmen dessen Leiterin Meltem Beyli und der Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Norbert Seidl. Die vielfältige und äußerst engagierte Arbeit des ZAP wurde von Sackmann als herausragende Leistung gelobt. Angesprochen wurden auch Probleme und Anregungen, wie beispielsweise die Belastung der Verantwortlichen durch bürokratischen Aufwand, die für die Aufnahme in Förderprogramme notwendig sind. Sackmann, der selbst ehrenamtlich engagiert ist, zeigte Verständnis und sagte zu, sich weiterhin für eine Entbürokratisierung und niederschwellige Angebote einzusetzen. Zu den laufenden beziehungsweise bevorstehenden Bewerbungen des ZAP bot er seine Unterstützung an.

Besuch im ZAP

Aus dem Zuhörerkreis wurde auch die Frage nach der ideellen Unterstützung und Wertschätzung der Ehrenamtlichen gestellt. Sackmann zeigte sich überzeugt von einer sogenannten Ehrenamtskarte, die an besonders engagierte Ehrenamtliche verliehen wird und zum Beispiel Vergünstigungen bei dem Besuch von Veranstaltungen gewährt. Er sprach mir damit aus dem Herzen, ich fordere seit langem eine Ehrenamtskarte im Landkreis, zumindest aber in Puchheim. Während Kränzlein die Ehrenamtskarte problematisch sieht, habe ich sie schon beim Neujahrsempfang gefordert. Ich sehe mich in meiner Forderung nun bestärkt und habe bei Staatssekretär Sackmann weitere Informationen eingeholt. Ich möchte die Idee einer Ehrenamtskarte in Puchheim unbedingt vorantreiben und werde mich über das Sozialministerium weiter informieren. Ich denke, dass wir es schaffen können, eine Ehrenamtskarte im ganzen Landkreis einzuführen. Notfalls will ich aber in Puchheim oder im Verbund mit interessierten Nachbarstädten Vorreiter sein.


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